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Getty Images präsentiert die Gewinner der 2015 Grants for Editorial Photography

September 3, 2015 • Company News

Fotojournalisten erhalten Stipendien in Höhe von insgesamt 50.000 US-Dollar

Getty Images hat heute die Gewinner der jährlich ausgelobten Grants for Editorial Photography bekannt gegeben. In diesem Jahr werden fünf Fotojournalisten mit jeweils 10.000 US-Dollar gefördert. Darüber hinaus erhalten sie redaktionelle Unterstützung von Getty Images, um Projekte von persönlicher und journalistischer Bedeutung realisieren zu können.

Diese Fotojournalisten und Projekte wurden heute Abend bei Visa pour l’Image ausgezeichnet:

  • Souvid Datta – Sonagachi: Vanishing Girls
  • Salvatore Esposito What is Missing?
  • Javier ArcenillasLatidoamerica
  • Mojgan GhanbariZanan
  • Matt Eich Carry Me Ohio

Jonathan Klein, Mitbegründer und CEO von Getty Images, sagt: „Die Gewinner der Getty Images Grants for Editorial Photography 2015 stehen beispielhaft für das Engagement, die Entschlossenheit und die Integrität, die Fotojournalisten auszeichnen. Wir sind davon überzeugt, dass Bilder die Macht haben, die Welt zu bewegen. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir mit unserem Stipendienprogramm wieder einmal aufstrebenden und etablierten Fotojournalisten den Freiraum verschaffen, mit ihren Arbeiten komplexe Themen in das Blickfeld der Weltöffentlichkeit zu rücken, die ansonsten möglicherweise unbeachtet bleiben würden.“

Getty Images hat außerdem angekündigt, eines der redaktionellen Stipendien in Erinnerung an den im vergangenen Monat verstorbenen früheren Getty Images-Mitarbeiter David Laidler in The David Laidler Memorial Award umzubenennen und so auch seinen großen Anteil an der Entstehung des Programms Getty Images Grants for Editorial Photography zu würdigen.

Aidan Sullivan, Vice President for Photo Assignments bei Getty Images, sagte in seiner Rede bei Visa pour l’Image: „Tief betroffen haben wir im letzten Monat die Nachricht vom Tod unseres guten Freunds und Kollegen David Laidler erhalten. Während seiner Zeit bei Getty Images rief David die Grants for Editorial Photography Awards ins Leben. Es erscheint uns nur angemessen, seine Arbeit zu würdigen, indem wir eine dieser Auszeichnungen nach ihm benennen. David, wir werden dich vermissen und für immer in unseren Herzen bewahren.“

In diesem Jahr gingen knapp 400 Bewerbungen aus 78 Ländern bei Getty Images ein. Die ausgezeichneten Projekte beleuchten unterschiedliche Themen, die nachdenklich stimmen und bewegen. Die Bandbreite reicht von den gesellschaftlichen Strukturen Neapels bis zur Sexindustrie in Kalkutta.

Zur hochkarätig besetzten Jury gehörten:

  • Cheryl Newman, Photo Editor
  • Jean-Francois Leroy, Director, Visa pour l’Image
  • Jon Jones, Director of Photography, The Sunday Times Magazine
  • Matthias Krug, International Director of Photography, Der Spiegel
  • Romain Lacroix, Director of Photography, Paris Match

Die Getty Images Stipendien für redaktionelle Fotografie wurden 2005 ins Leben gerufen und gehören zu den größten ihrer Art. Seit der Erstauflage des Programms vor 11 Jahren hat Getty Images über 1,2 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt. Über die Stipendien erhalten aufstrebende und etablierte Fotografen Unterstützung, um Projekte von persönlicher und journalistischer Bedeutung umsetzen zu können. Getty Images ist davon überzeugt, dass Fotojournalismus die Macht besitzt, Aufmerksamkeit für wichtige gesellschaftliche und kulturelle Themen und Angelegenheiten zu wecken. Dabei soll das Stipendienprogramm für redaktionelle Fotografie helfen.

Mit der erstmaligen Ausschreibung des Getty Images Instagram Grant hat Getty Images sein Stipendienprogramm in diesem Jahr sogar noch weiter ausgebaut und wird künftig Fotografen fördern, die Instagram nutzen, um gesellschaftsrelevante Geschichten unterrepräsentierter sozialer Gruppen weltweit zu erzählen. Die Gewinner werden im September bei Photoville bekannt gegeben.

Weitere Informationen finden Sie auf http://imagery.gettyimages.com/getty_images_grants/Editorial.html

Bilder sind auf Anfrage erhältlich.

Hinweise an Redakteure – Zusammenfassung der ausgezeichneten Projekte

Souvid Datta Sonagachi: Vanishing Girls

Sonagachi, Kalkutta. Hier gibt es das zweitgrößte Rotlichtviertel Asiens: Ein farbenfrohes Labyrinth enger Gassen, gesäumt von hoch über ihnen aufragenden Bordellen, die ihre besten Tage hinter sich haben und hell beleuchtenden Marktständen. Das Viertel ist ein illegales Sammelsurium organisierter Gangs, Zuhälter und Opfer, das sich immer weiter ausdehnt. Reportern und Fremden wird hier mit Gewalt gedroht. Politiker und Polizisten sind entweder direkt an illegalen Geschäften beteiligt oder werden bestochen. Schätzungsweise 13.000 Frauen prostituieren sich hier, viele von ihnen minderjährig, und werden effektiv Tag für Tag für 1,40€ vergewaltigt.

Salvatore Esposito What is Missing?

Dieses Projekt untersucht die komplizierten Gesellschaftsschichten Neapels. Esposito erzählt die Geschichte der Stadt, indem er ihre schwächsten und ärmsten gesellschaftlichen Strukturen betrachtet. Seine Arbeit ist von dem Drang geprägt, zu zeigen, wie die mächtige Oberschicht den Verfall der übrigen Stadt verschuldet.

Matt Eich Carry Me Ohio

Heroin ist in den vergangenen Jahren überall in den Vereinigen Staaten wieder zu einem größeren Problem geworden – besonders stark betroffen ist jedoch Ohio. Im Jahr 2010 starben in Ohio 315 Menschen an den Folgen von Heroinmissbrauch. Bis 2012 stieg diese Zahl sprunghaft auf 725 an. Der Bundesstaat reagierte mit umfangreichen Maßnahmen von neuen Gesetzen über strengere Strafen für Drogendealer bis zu hin zu kreativen Ideen für den Ausbau von Therapieangeboten und Nadelaustauschprogrammen. Doch obwohl Ohio in Sachen Drogenprävention an vorderster Front steht, scheinen die Bemühungen des Bundestaats an ihre Grenzen zu stoßen: Statistiken zeigen, dass Heroin den Kampf gewinnt.

Javier ArcenillasLatidoamerica

Honduras ist eines der gefährlichsten Länder der Welt. Mord, Raub und Gewalt sind in honduranischen Städten trauriger Alltag. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und politischer Faktoren, die diese Lage immer weiter verschärften, will dieses Projekt die Achse unkontrollierter Gewalt in Honduras dokumentieren.

Mojgan GhanbariZanan

Mit 77 Millionen Einwohnern ist der Iran das bevölkerungsmäßig drittgrößte Land des Nahen Ostens. 50 Prozent der Einwohner sind Frauen und mehr als 60 Prozent der Iraner sind jünger als 35 Jahre. Nach der islamischen Revolution 1979 haben tiefgreifende Veränderungen stattgefunden, mit schwerwiegenden Folgen für das Leben iranischer Frauen. Gesetzesänderungen und die zunehmende Bedeutung der Scharia haben dazu geführt, dass Frauen weitere Einschränkungen auferlegt wurden. Dazu gehören beispielsweise eine eingeschränkte Teilnahme am öffentlichen Leben, die Kopftuchpflicht und das Familienschutzgesetz. Zahlreiche Vorschriften benachteiligen weiterhin Frauen und schränken deren Bürgerrechte ein – trotz aller Bemühungen des Staates, ein positives Bild des schiitisch-muslimischen Irans zu zeichnen. Frauen ist die Kandidatur um das Präsidentenamt verboten. Außerdem werden sie bei der Besetzung von Führungspositionen und Richterämtern sowie im Bildungssektor benachteiligt. Das Erbrecht stellt Frauen deutlich schlechter als Männer.

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