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Aidan Sullivan, Vice President, Getty Images and founder of A Day Without News?

Ein Tag ohne Nachrichten?

February 19, 2013 • Company News

Neue Kampagne fordert Gerechtigkeit für den Tod von Journalisten in Kriegsgebieten  

London – 19. Februar 2013: Eine Gruppe von Vertretern aus der Medien- und Fotojournalismus-branche hat sich zusammengetan, um gemeinsam ein Bewusstsein für die Risiken zu schaffen, denen Journalisten und Fotojournalisten Tag für Tag in den Kriegsgebieten dieser Welt ausgesetzt sind. Außerdem wollen sie Regierungen und Gerichte dazu auffordern, diejenigen zu verfolgen und zu bestrafen, die Pressevertretern Schaden zufügen.

Unter der Leitung von Aidan Sullivan,  Vice President bei Getty Images und Gründer des Ian Parry-Stipendiums, startet die Kampagne mit dem Titel „A Day Without News?“ („Ein Tag ohne Nachrichten?”) am 22. Februar 2013. Der Startschuss für die Initiative fällt am ersten Todestag der berühmten Korrespondentin Marie Colvin und des Fotojournalisten Rémi Ochlik, die vor einem Jahr in Syrien ums Leben kamen.

Die Öffentlichkeit soll dazu angehalten werden, den Link zu www.adaywithoutnews.com in sozialen Netzwerken zu verbreiten. Des Weiteren können die Menschen ihre Unterstützung zum Ausdruck bringen, indem sie ihre Namen auf die Liste der Anhänger setzen. So will die Kampagne dafür sensibilisieren, welch äußerst wichtige Rolle Reporter und Fotojournalisten spielen und welchen Risiken sie ausgesetzt sind, wenn sie aus Kriegsgebieten berichten. Zudem strebt die Gruppe die Entwicklung institutioneller und rechtlicher Maßnahmen an, damit Journalisten nicht länger von den Konfliktparteien ins Visier genommen werden. Sie will Untersuchungen anstellen und Beweise sammeln, um die strafrechtliche Aufarbeitung dieser Taten zu unterstützen und Gerechtigkeit für den Tod von Journalisten zu erreichen.

Viele Korrespondenten, Fotografen und andere Medienvertreter werden von verschiedenen Kräften gezielt ins Visier genommen, während sie in aller Welt über Konflikte berichten. Die Ermordung von Journalisten gilt zwar als Verbrechen, dennoch wurde in der Vergangenheit wenig bis gar nichts getan, um im Fall von Journalisten die internationalen Menschenrechte durchzusetzen. Im letzten Jahrzehnt wurden 945 Fotojournalisten und Korrespondenten bei der Berichterstattung in Krisengebieten getötet. 583 dieser Fälle wurden nicht als Kriegsverbrechen geahndet. Allein 90 Journalisten wurden im Jahr 2012 getötet, während sie aus Kriegsgebieten berichteten. Traurige Berühmtheit erlangten unter anderem die aufsehenerregenden Fälle von Marie Colvin und Rémi Ochlik in Homs, Syrien, sowie von Chris Hondros und Tim Hetherington in Misrata, Libyen, im Jahr 2011.

Aidan Sullivan, Vice President Photo Assignments, Editorial Partnerships and Development bei Getty Images und Gründer von „A day Without News?“ erklärt: „Wir dürfen nicht hinnehmen, dass Menschen, deren Anliegen es ist, objektiv aus Konfliktgebieten zu berichten, bewusst als Zielscheibe gewählt, angegriffen und kaltblütig ermordet werden, ohne dass die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Ohne die Augenzeugenberichte dieser Journalisten würde die Öffentlichkeit niemals von den Grausamkeiten erfahren, die in einem Krieg geschehen. Ein ebenso großes Verbrechen ist es, dass sie nach ihrem Tod keine Gerechtigkeit erfahren. Das muss sich ändern. Sonst wird irgendwann der Tag kommen, an dem es für Journalisten zu gefährlich sein wird, Kriegsgebiete zu betreten und aus ihnen zu berichten.“

Befürworter der Kampagne sind renommierte Medien- und hochrangige Regierungsvertreter, die versichert haben, ihre Unterstützung zum Ausdruck zu bringen; unter ihnen:

Hier können Sie die „A Day Without News“?-Pressemappe mit ergänzenden Zitaten von Familienangehörigen von Marie Calvin und Rémi Ochlik, sowie Biografien und Hintergrundinformationen herunterladen. Zusätzliche Bilder und Logos finden Sie hier.

 

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