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Ungewöhnliche Partnerschaft hinterfragt die visuellen Stereotypen über Obdachlose

February 22, 2018 • Company News

– Getty Images, fiftyfifty und Havas starten die Kampagne „Repicturing Homeless“, bei der Düsseldorfer Obdachlose als Modelle für eine Stock-Bild-Serie engagiert wurden

– Der gesamte Erlös aus den lizenzierten Bildern kommt Obdachlosen zugute

 

Getty Images, ein weltweit führender Anbieter für visuelle Kommunikation, hat sich mit dem Düsseldorfer Straßenmagazin fiftyfifty und der Kommunikationsagentur Havas zusammengetan. Gemeinsam starten sie eine Kampagne, mit der die Wahrnehmung von Obdachlosen geändert und ein neues Bewusstsein geschaffen werden soll. Für Repicturing Homelessmodeln wohnungslose Menschen für eine Stock-Bild-Serie, die Menschen aus verschiedenen Lebensbereichen zeigt.

 

Düsseldorfer Obdachlose, die das Straßenmagazin fiftyfifty verkaufen, wurden engagiert, um im Rahmen von Fotoshootings einige der beliebtesten Motive bei Getty Images nachzustellen. Hierzu zählen Geschäftsmänner, Köche, Ladenbesitzer und Reisende. Die Bilder können auf gettyimages.com und auf iStockphoto.com lizenziert werden. Außerdem wird bei den Kunden von Getty Images für die Bilder geworben. Der gesamte Erlös aus den lizenzierten Bildern geht an fiftyfifty und kommt Obdachlosen vor Ort zugute.

 

Philipp Muehlenkord, Director Marketing bei Getty Images, sagte: „Bei Getty Images glauben wir, dass Bilder die Kraft haben, Veränderungen voranzutreiben, Wahrnehmungen zu ändern und Mitgefühl hervorzurufen. Daher freuen wir uns, dass wir bei diesem Projekt mit fiftyfifty und Havas zusammenarbeiten, um einen anderen Blick auf Obdachlose zu erhalten. Die Bildsprache ist die meistgesprochene Sprache unserer Zeit und kann bei der Schaffung und beim Abbau von Stereotypen eine große Rolle spielen. Daher hoffen wir, dass diese Zusammenarbeit und diese Kampagne dazu beitragen werden, positive Veränderungen für Obdachlose zu bewirken.“

 

Darren Richardson, Chief Creative Officer Havas Düsseldorf, Executive Creative Director Digital Havas Europe: “Anstatt klischee-übliche Bilder der Verzweiflung und Armut von Obdachlosen zu zeigen, versuchen wir mit unserer Kampagne, Menschen zu überraschen und zum Nachdenken zu animieren. Unser Ansatz soll niemanden traurig oder mit schlechtem Gewissen zurücklassen, sondern vor allem dazu anregen, dass wir unsere oft von Vorurteilen beeinflussten Vorstellungen über unsere Mitmenschen kritischer hinterfragen.“

 

„Die öffentliche Haltung gegenüber Wohnungslosen ist geprägt von Mitleid und viele Bürger nehmen Wohnungslose als hilflos und verzweifelt wahr, wissen aber selbst auch keinen Weg, ihnen nachhaltig zu helfen“, berichtet Hubert Ostendorf, Gründer von fiftyfifty. “Bei diesem Fotoprojekt geht es darum zu zeigen, dass das, was gesellschaftlich verachtet wird, durchaus einen Wert hat.”

 

Karl-Heinz Josef Hense, 56, kommt aus dem Düsseldorfer Stadtteil Kaiserswerth und ist seit 20 Jahren obdachlos. Er ist einer der fiftyfifty-Verkäufer, der sich fotografieren ließ. „Ich fühle mich wie ein neuer Mensch. Die Teilnahme hat mir wirklich Spaß gemacht. Wirklich.“

 

Die Partner wollen die Initiative im Laufe der Zeit ausweiten, um das Bewusstsein für Obdachlose weiter zu stärken.

 

Getty Images hat in den letzten Jahren viel getan, um negative Stereotypen abzubauen und eine integrativere, weiterentwickelte Bildsprache zu fördern. Durch die Zusammenarbeit mit Partnern wie Sheryl Sandbergs Lean In Org, Refinery29, Muslimgirl.com, Be Vocal und Campbell Addy ist Getty Images in der Branche zum Vorreiter bei der Schaffung und Förderung von kraftvollen relevanten Bildern geworden, die Konzepte wie Gender, Rasse, psychische Krankheiten, LGBTQ und Religion neu definieren.

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