MENU

Neue Studie von GLAAD und Getty Images zeigt Zusammenhang zwischen Mangel an visueller Darstellung der LGBTQ+ Community und Diskriminierung auf Grund von sexueller Orientierung

June 23, 2021 • Company News

-Untersuchungen von Getty Images zeigen, dass Menschen in Ländern mit weniger LGBTQ+ Repräsentanz größere Erfahrungen mit Diskriminierung auf Grund von sexueller Orientierung erleben

-Recherchen von Getty Images belegen, dass nur 13 Prozent der Bevölkerung in Deutschland regelmäßig LGBTQ+-Menschen dargestellt sehen und 14 Prozent der Bevölkerung auf Basis ihrer sexuellen Orientierung Vorurteile erfahren – im internationalen Vergleich ist die Repräsentation mit 21 Prozent höher und die Diskriminierung mit 9 Prozent geringer.

-GLAAD und Getty Images starten LGBTQ+ Guidebook, um Marken und Unternehmen bei ihrem Bestreben um mehr Inklusion in ihrer Bildauswahl zu unterstützen.

Getty Images, das weltweit führende Unternehmen im Bereich der visuellen Kommunikation, kündigt gemeinsam mit GLAAD, der LGBTQ+ Medienorganisation, die neueste Initiative ihrer exklusiven Partnerschaft an. Die neue Initiative zielt darauf ab, die Sichtbarkeit zu erhöhen und gleichzeitig abschätzige, klischeehafte visuelle Stereotypen der LGBTQ+ Community zu bekämpfen. Der neue Leitfaden ist eine direkte Reaktion auf die jüngsten Untersuchungen von Getty Images: Sie zeigen, dass die visuelle Darstellung von LGBTQ+ grundsätzlich einseitig und stereotyp bleibt.

“Wir wissen zwar, dass sich eine stärkere Repräsentation positiv auf die Akzeptanz auswirkt, aber unsere Untersuchungen haben auch gezeigt, dass LGBTQ+-Personen in den Medien nach wie vor stark unterrepräsentiert sind”, sagt Jacqueline Bourke, Head of Creative Insights für EMEA bei Getty Images und iStock. “Und selbst, wenn diese Community vertreten ist, verlassen sich Unternehmen und Medien zu sehr auf stereotype, nicht authentische Bilder.”

Die diesjährige Visual-GPS-Umfrage von Getty Images ergab, dass weltweit nur 21 Prozent der Befragten angab, LGBTQ+-Personen regelmäßig oder häufig in visuellen Darstellungen zu sehen – und wenn sie solche Darstellungen wahrnehmen, sind diese oftmals starr und stereotyp. In Deutschland sind die Zahlen noch niedriger: Hier gaben lediglich 13 Prozent der Befragten an, LGBTQ+ Menschen regelmäßig in visuellen Darstellungen zu sehen. In diesem Zusammenhang stehen die Vorurteile, die Menschen auf Grund ihrer sexuellen Orientierung erfahren: weltweit sind es bei höherer Repräsentation der LGBTQ+-Community neun Prozent die Diskriminierung auf Grund sexueller Orientierung erfahren, in Deutschland bei geringerer Repräsentation, 14 Prozent die Diskriminierung auf Grund sexueller Orientierung erfahren.

Insbesondere gaben die Befragten weltweit an, dass:

-30 Prozent solcher Bilder stellen schwule Männer als “weiblich” dar

-29 Prozent solcher Bilder zeigen LGBTQ+ Menschen, die in irgendeiner Form die Regenbogenflagge tragen

-29 Prozent solcher Bilder stellen lesbische Frauen als “männlich” dar

Dieser Zusammenhang hat einige Werbetreibende zögern lassen, wenn es darum geht, die LGBTQ+-Gemeinschaft in ihren Kampagnen und ihrer Kommunikation proaktiv darzustellen – insbesondere abseits des Pride-Monats.

Anfang dieses Monats starteten GLAAD und Procter & Gamble “The Visibility Project”, ein neues GLAAD-Programm, das die Qualität, Quantität und Vielfalt von LGBTQ-Bildern in der Werbung erhöhen soll. P&G und GLAAD gaben auch die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Studie unter Marketing- und Werbeverantwortlichen bekannt, in der fast 81 Prozent der Werbetreibenden zustimmten, dass eine “unauthentische Darstellung von LGBTQ-Personen zu einem größeren Backlash führen würde, als sie überhaupt nicht zu berücksichtigen”. Weiter stimmten fast 80 Prozent der Werbetreibenden zu, dass es “schwierig ist, die LGBTQ-Gemeinschaft angemessen zu repräsentieren, weil die Gemeinschaft kompliziert ist und viele Nuancen hat.”

“Der Leitfaden, den wir gemeinsam mit Getty Images erstellt haben, soll Marken und Unternehmen jeder Größe das nötige Vertrauen geben, die LGBTQ+-Community auf integrative, authentische und durchdachte Weise darzustellen, ohne Angst vor einem Backlash oder der Befürchtung, etwas ‘falsch’ zu machen”, sagt Nick Adams, Director of Transgender Representation bei GLAAD. “Anstatt vor Darstellungen zurückzuschrecken oder auf Stereotypen zurückzugreifen, haben wir einen Leitfaden erstellt, der zeigt, wie die LGBTQ+-Community authentisch auf eine Art und Weise dargestellt werden kann, die dauerhafte Bindung schafft. Die verstärkte Darstellung von LGBTQ+ Menschen in ihrer Kommunikation zeigt, dass Marken und Unternehmen bewusst auf Vielfalt setzen und sich öffentlich dazu bekennen, diese Gemeinschaft zu unterstützen.”

“Darüber hinaus deuten unsere Untersuchungen darauf hin, dass LGBTQ+ Menschen in Ländern mit weniger LGBTQ+ Repräsentation mehr Anti-LGBTQ-Diskriminierung und Vorurteile zu erleben – zum Beispiel ist in Deutschland im Vergleich zu Großbritannien die Repräsentation geringer und die Diskriminierung höher. Das bedeutet, dass authentische Bilder, die die Nuancen dieser vielfältigen Gemeinschaft akkurat und positiv einfangen, nicht nur benötigt werden, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Welt haben können”, so Bourke.

Tatsächlich gaben zwei Drittel (68 Prozent) der deutschen Befragten von Visual GPS an, dass es für sie wichtig ist, dass Unternehmen, bei denen sie einkaufen, Vielfalt jeglicher Art zelebrieren. “Um wirkliche Veränderungen für die Repräsentation von LGBTQ+ zu schaffen, müssen wir die Werbe- und Medienindustrie zum Handeln motivieren. Kreative und Marketingexperten haben die Möglichkeit, die Kreation dieser Art von Bildern nicht nur zu fördern, sondern sich auch bewusst dazu zu entscheiden, sie zu verwenden”, sagte Bourke.

Der heute vorgestellte LGBTQ+ Guidebook for Inclusive Visual Storytelling gibt Marken und Unternehmen praktische Empfehlungen, wie sie selbstbewusst inklusivere visuelle Entscheidungen treffen können, wenn sie die breite LGBTQ+ Community darstellen. Dieser Leitfaden wurde im Rahmen einer fortlaufenden Zusammenarbeit mit GLAAD erstellt und folgt auf die Veröffentlichung der Transgender-Richtlinien von Getty Images und GLAAD im Dezember 2020, die Fotografen und Videografen von Getty Images und iStock dabei unterstützen sollen, die Vielfalt der Transgender-Community besser darzustellen – indem sie sich mit Terminologie, zu vermeidenden Klischees und der Schaffung eines sicheren und einladenden Sets beschäftigen.

Bei Getty Images  ist eine Sammlung von Bildern und Videos zu finden, die mit GLAAD kuratiert wurde.

Related Posts

Comments are closed.

« »