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Getty Images ruft die globale Foto- und Kreativ-Community dazu auf, sich gegen Googles wettbewerbswidrige Praktiken zu verteidigen

October 5, 2016 • Company News

Nachdem Getty Images im April 2016 eine Wettbewerbsbeschwerde gegen Google bei der Europäischen Kommission eingereicht hatte, vereint das Unternehmen nun die globale Fotogemeinschaft, um sich gegen Googles wettbewerbswidrige Praktiken auszusprechen und konnte gleich zu Beginn bereits 7.000 Unterschrifteneinsammeln; die Kampagne soll Entscheidungsträger zum handeln animieren

Getty Images, ein weltweit führender Anbieter für visuelle Kommunikation, hat eine globale Kampagne gestartet: Fotografen und sonstige Urheber von Inhalten werden dazu ermutigt, sich für einen fairen und wettbewerbsfähigen Online-Markt für alle einzusetzen – die Kampagne wurde alleine in den ersten beiden Tagen von über 5000 Kreativen unterstützt und steht inzwischen bei fast 7.000 Unterschriften.

Was:      Die Kampagne fordert Kreative dazu auf, mit ihrem Namen offene Briefe an Gesetzgeber in den USA und der EU zu unterstützen. Getty Images lädt die globale Kreativgemeinschaft dazu ein, sich gegen Googles wettbewerbswidrige Praktiken zu wehren. Diese Praktiken verhindern einen fairen Markt für Kreative und beeinträchtigen deren Möglichkeit, eine angemessene Vergütung für ihre Arbeit zu erhalten.

 

Wo:          Die offenen Briefe können hier aufgerufen werden wherewestand.gettyimages.com/advocacy/

 

Wer:       Fotografen und andere Bild-Dienstleister in der ganzen Welt können die Briefe unterzeichnen und mit dazu beitragen, diese Geschäftspraktiken zu beenden, die den Lebensunterhalt der globalen Kreativ-Gemeinschaft maßgeblich bedrohen.

 

Yoko Miyashita, Leiterin der Rechtsabteilung von Getty Images: „Getty Images engagiert sich für einen fairen und wettbewerbsfähigen Online-Markt für alle Kreativschaffenden – sowohl für diejenigen, die direkt mit unserem Unternehmen zusammen arbeiten, als auch für alle sonstigen Kreativen. Mit dem Start der Kampagne ermutigen wir alle dazu, sich Gehör zu verschaffen und sich unserer Mission anzuschließen, um das wettbewerbswidrige Zusammentragen von Inhalten durch Google zu beenden. Indem wir die weltweite Gemeinschaft von Fotografen und alle anderen von diesen Praktiken Betroffenen zusammenbringen, möchten wir die politischen Entscheidungsträger darin bestärken, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.“

 

Wann:    Die Briefe können ab sofort unterzeichnet werden

 

Warum: Die Kampagne folgt der Wettbewerbsbeschwerde von Getty Images gegen Google vom 27. April 2016, die bei der Europäischen Kommission eingereicht wurde. Die Beschwerde bezieht sich ausdrücklich auf Änderungen, die 2013 an Google Images, der Bildersuchfunktion von Google, vorgenommen wurden. Diese beeinträchtigten sowohl Getty Images Lizenzgeschäft mit Bildern als auch sonstige Urheber von Inhalten weltweit. Im Rahmen dieser Änderungen führte Google Bildergalerien ein, in denen man großformatige hochauflösende Bilder ansehen und downloaden kann, ohne jemals die Google-Umgebung verlassen zu müssen. Google Images wurde damit zu einer Ersatzplattform für Lizenz-Inhalte. Diese Änderungen erlaubten es Google seine Rolle als führende Suchmaschine im Internet zu stärken und ein Monopol für Webseiten-Traffic, Engagement-Daten und Werbeeinnahmen aufrechtzuerhalten. Dies förderte auch die Piraterie und führt zu weitverbreiteten Urheberrechtsverletzungen, indem Suchmaschinennutzer unwissentlich zu Raubkopieren wurden.

Zusätzliche Informationen:

 Getty Images to file competition complaint against Google – Hintergrund zur ursprünglichen Beschwerde von Getty Images im April 2016.

 Getty Images granted “interested party” status in EU’s investigation into anticompetitive behavior by Google – Hintergrund zur umfassenden Wettbewerbsuntersuchung der Europäischen Kommission gegen Google, bei der Getty Images im Juni 2015 der Status als „betroffene Partei“ gewährt wurde.

Ensuring a fair marketplace: why Getty Images is lending its voice to proceedings against Google – ein offener Brief von Yoko Miyashita, Leiterin der Rechtsabteilung von Getty Images.

 

Chronologie der Änderungen von Google Images – Hintergrund zur Beschwerde von Getty Images:

Im Januar 2013 änderte Google die Darstellung von Bildern und zeigt bei Google Images seither hochauflösende, großformatige Bilder an. Dies war die letzte von einer Reihe von Weiterentwicklungen. Anfänglich bildete Google Images noch Thumbnails mit niedriger Auflösung ab, die auf die Quelle verlinkten. Die Formatänderung zu hochauflösenden Bildergalerien lenkt Nutzer von den Quellen weg und verringert das Besucheraufkommen bei Getty Images, anderen Medienorganisationen und Bilderschaffenden. Das derzeitige Format von Google Images befördert auch die „Rechtsklick-Piraterie“: Hochauflösende Bilder werden leicht zugänglich gemacht, ohne dass der Nutzer die Quelle besuchen muss, um herauszufinden, wie er die Lizenz erwerben oder um eine Nutzungserlaubnis bitten kann. Googles stellt Bilder in einer Art und Weise dar, die Nutzer davon abhält, mit den Urhebern in Kontakt zu kommen. Dies beeinträchtigt die Möglichkeit von Künstlern, das Interesse der Nutzer zu monetarisieren und reduziert dadurch die Einnahmen, die in die Erstellung neuer Inhalte investiert werden können. Indem Google seine eigene bildreiche Umgebung geschaffen hat und den Traffic zu konkurrierenden Websites untergräbt, kann es die Dominanzstellung in der Websuche aufrechterhalten und verstärken, die für Google den Großteil der jährlichen Gewinne in Höhe von 80 Mrd. US-Dollar ausmacht. Google tut dies, ohne zu den Entwicklungskosten für genau diejenigen Bilder beizutragen, die das Unternehmen seinerseits nutzt, um User anzulocken und zu halten.

Als Getty Images vor drei Jahren zum ersten Mal Bedenken gegenüber Google vorbrachte, stellte die von Google vorgeschlagene Lösung überhaupt keine wirkliche Lösung dar: man solle die Darstellung der hochauflösenden Bilder akzeptieren oder aus der Bildersuche aussteigen. Dies würde bedeuten, dass man den Schaden entweder weiterhin duldet, oder im Internet unsichtbar würde, wodurch für Nutzer ein rechtmäßiges Auffinden und Lizenzieren von Bildern noch schwieriger wäre.

Die jüngste Kampagne baut auf früheren Beschwerden auf, die Getty Images als „betroffene Partei“, sowie als offizieller Beschwerdeführer im Rahmen der laufenden Ermittlungen der Europäischen Kommission gegen Googles wettbewerbswidrige Geschäftspraktiken eingelegt hat.

 

Getty Images Tool zum Einbetten von Inhalten

Getty Images trägt aktiv zur Förderung einer bildreicheren, digitalen Welt bei, in der jedoch die Urheber dieser Bilder wertgeschätzt und honoriert werden. 2014 veröffentlichte Getty Images sein Tool zum Einbetten von Inhalten, das die visuelle Industrie revolutionierte: Der Großteil der Bilder steht seither kostenfrei zum einfachen, legalen Teilen für nicht-kommerzielle Zwecke zur Verfügung. Diese „Embed-Funktion“ bietet Kunden eine Alternative zum „Rechtsklick“ – eine Alternative, die sicherstellt, dass der Urheber im Bildnachweis genannt wird und das Bild sich eindeutig zu Getty Images zurückverfolgen lässt, falls ein Nutzer es für kommerzielle Zwecke lizenzieren möchte.

 

Über Yoko Miyashita:
Yoko Miyashita
Senior Vice President, Leiterin der Rechtsabteilung

Yoko Miyashita, SVP, General Counsel, leitet von Seattle aus die globale Rechtsabteilung von Getty Images. In Ihrer Rolle verantwortet Miyashitas Fragen des geistigen Eigentums sowie regulatorische Angelegenheiten.

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