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NOVEMBER 19, 2013: A group of woman shouts slogans against VenezuelaÕs opposition during a political rally in front the national Parliament. (Photo by Alejandro Cegarra)

Getty Images präsentiert die Preisträger der Editorial Grants 2017

September 7, 2017 • Grants, Photojournalism

Getty Images, der weltweit führende Anbieter visueller Kommunikation, hat heute die Gewinner der alljährlichen Grants for Editorial Photography bekannt gegeben. Fünf Fotojournalisten erhalten je 10.000 US-Dollar sowie redaktionelle Unterstützung von Getty Images, um Projekte von persönlicher und journalistischer Bedeutung realisieren zu können.

Die Gewinner und ihre Projekte, die am Abend bei der Veranstaltung Visa pour l’Image vorgestellt werden:

-Alejandro Cegarra für Living with Hugo Chavez’s Legacy

-Paula Bronstein für The Cost of War

-Antonio Faccilongo für Habibi

-Barbara Peacock für American Bedroom

-Alessandro Penso für The Deal

 

Hugh Pinney, Vice President of News von Getty Images, sagt: „Die Gewinner der Getty Images Grants for Editorial Photography 2017 sind Vorreiter im Bereich Fotojournalismus und sorgen dafür, dass Themen in das Blickfeld der Öffentlichkeit rücken, die ansonsten häufig unbeachtet bleiben würden. Die ausgewählten Projekte setzen sich mit einer Reihe komplexer Angelegenheiten auseinander, die zum Nachdenken anregen, und wir sind sehr stolz darauf, dass wir mit unserem Stipendienprogramm talentierten Fotojournalisten die Möglichkeit bieten, mit ihren Arbeiten auf einige der derzeit bewegendsten und wichtigsten Momente aufmerksam zu machen.“

In diesem Jahr gingen mehr als 480 Bewerbungen aus 75 Ländern bei Getty Images ein.

Die ausgezeichneten Projekte beleuchten unterschiedliche Themen, die berühren und nachdenklich stimmen. Die Bandbreite reicht von der Flüchtlingskrise in Europa bis zu den Kosten für den Krieg im Nahen Osten.

Der hochkarätig besetzten Jury gehörten die folgenden Mitglieder an:

-Alice Gabriner, International Photo Editor, Time Magazine

-Damon Winter, Fotograf, The New York Times

-Chelsea Matiash, Photo Editor, The Intercept

-Thomas Simonetti, Photo Editor, Washington Post

-Jean-Francois LeRoy, Direktor des Visa pour l’Image-Festivals

 

Seit dem Start des Programms im Jahr 2005 hat das Grant Programm von Getty Images einigen der weltweit innovativsten Fotografen über 1,4 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt. In den letzten 12 Jahren bewies das Programm bei der Unterstützung sowohl aufstrebender als auch etablierter Fotografen großes Engagement, um Projekte, die die Grundgedanken des modernen Journalismus widerspiegeln, umsetzen zu können.

Weitere Informationen finden Sie auf:

http://imagery.gettyimages.com/getty_images_grants/Editorial.html

Über die Gewinner

Alejandro Cegarra für Living with Hugo Chavez’s Legacy

In den letzten Amtsjahren von Hugo Chavez erlebte Venezuela einen vom Erdöl getragenen wirtschaftlichen Aufschwung, der die Bevölkerung von einer gerechteren, wohlhabenderen und sichereren Zukunft träumen ließ. Nach seinem Tod 2013 lag die Wirtschaft allerdings am Boden, seine Politik fand nur noch wenig Unterstützung und die Gewalt im Land nahm weiter zu. Vier Jahre später dominieren nun wieder Armut und Konflikte das Land. Die Bevölkerung kann sich Nahrungsmittel kaum mehr leisten und zwischen der Jugend und den Sicherheitskräften kommt es regelmäßig zu Zusammenstößen. Mit diesem Projekt soll der frustrierten und enttäuschten Bevölkerung Venezuelas, die sich von ihren Politikern dauerhaft im Stich gelassen fühlt, eine Stimme gegeben werden.

Paula Bronstein für The Cost of War

Nach der von den USA unterstützten Militäroperation gegen den Islamischen Staat in der irakischen Stadt Mossul ist die Gefahr für die Zivilbevölkerung in der Region nach wie vor hoch. Eines der größten Probleme ist der Einsatz von Minen in der Stadt, denen zumeist Zivilisten zum Opfer fallen. Noch besorgniserregender ist jedoch die Erkenntnis der Mines Advisory Group, dass diese Minen 60-mal mehr Sprengkraft enthalten als herkömmliche Antipersonenminen und somit weitaus öfter tödliche, schwere und dauerhafte Verletzungen zur Folge haben. Dieses Projekt soll die stummen Opfer eines Konflikts dokumentieren, der Tausende von Todesopfern und noch weitaus mehr Invaliden gefordert hat.

Antonio Faccilongo für Habibi

Normalerweise werden der Gazastreifen und das Westjordanland als von Konflikten geprägte Gegenden dargestellt. Dennoch sind diese Gebiete für die dort lebende Bevölkerung auch Heimat, in der die Menschen trotz ständiger Unruhen leben müssen. Dieses Projekt befasst sich mit dem Phänomen des „Sperma-Schmuggels“ durch palästinensische Frauen, die nur auf diese Weise Kinder von ihren in israelischen Gefängnissen inhaftierten Ehemännern bekommen können. Eine Familie zu haben, ist für einen Großteil der Palästinenser nach wie vor das Wichtigste und für viele dieser Frauen ist diese Methode die einzige Hoffnung.

Barbara Peacock für American Bedroom

Seit langem versucht die Fotografin Privatpersonen zu Objekten mit künstlerischem Wert zu machen und auch dieses Projekt führt diese Tradition weiter. Das Alltagsleben wird in den Mittelpunkt gerückt, um die Eigenheiten des täglichen Lebens aufzuzeigen. Das umfangreiche Projekt ermöglicht einen Einblick in die Komplexität des menschlichen Daseins in der westlichen Welt, insbesondere in den USA.

Alessandro Penso für The Deal

In den letzten Jahren beherrschte die Flüchtlingskrise in Europa die Medien, wobei Ausländerfeindlichkeit und Engstirnigkeit häufig tonangebend in der Debatte waren. Muss man sich daher fragen, welche Konsequenzen solche Einstellungen haben? Dieses Projekt beleuchtet, inwieweit die EU-Verordnungen bei der angemessenen Aufnahme von Flüchtlingen versagt haben. Es zeigt die Ausnutzung und die langfristige Vertreibung, unter denen viele dieser besonders schutzbedürftigen Menschen leiden.

 

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